Es ist die Debatte, die unter Growern im letzten Jahrzehnt so lebhaft geführt wurde: LED oder HPS – was sind die besten Leuchten für den Grow-Raum? Wie bei allem, was Cannabiskultivierung betrifft, hat ein jeder hierzu seine eigene Meinung, doch es scheint, als wenn LEDs das Rennen machen, da die Technologie immer besser wird und die Preise fallen. Nichtsdestotrotz haben HPS-Leuchten immer noch ihre Vorteile, und manche Grower weigern sich hartnäckig umzusteigen… zumindest jetzt noch.

LED vs HPS: Die Geschichte

HPS (High Pressure Sodium) Grow-Leuchten waren viele Jahre Standard für die Kultivierung von Cannabissamen. Sie wurden in den 1970er Jahren für die Straßenbeleuchtung entwickelt, und Luc Paradise, der Firmengründer von Paradise Seeds, war nicht der einzige Züchter, der in den frühen 1990er Jahren ihr Potenzial für die Verwendung als Indoor-Anbaubeleuchtungsquelle erkannte (und sich einige anschaffte, um erste Züchtungsexperimente damit zu unternehmen!)

Fast 50 Jahre lang kam fürs Growing fast nichts andere als HPS in Frage. In den letzten zehn Jahren kamen jedoch LED-Leuchten immer stärker auf. Als sie auf dem Markt erschienen, war der Hype groß, und viele Produkte machten Versprechungen, die zu schön waren, um wahr zu sein. Noch vor sechs Jahren führte Paradise Seeds einen Test-Grow zum Vergleich von LEDs durch und kam zu folgendem Schluss: „Es ist von großer Wichtigkeit, eine verlässliche Bezugsquelle zu finden. Man muss viele Hausaufgaben erledigen, um herauszufinden, welche Marken das sauer verdiente Geld wert sind.“

Nun, das war damals, und mittlerweile hat sich der Markt dank riesiger Fortschritte bei der Technologie erheblich verändert. Die einfache Frage lautet, was ist im Jahre 2021 das beste Beleuchtungssystem für Deinen Grow-Raum?

HPS oder LEDs – Was ist das günstigste Beleuchtungssystem?

Wenn ein Grower nur auf den Preis schaut, ist HPS nach wie vor die günstigste Option bei der Anschaffung, und dank der LED-Konkurrenz sind gute HPS-Leuchten (und Zubehör wie etwa digitale Vorschaltgeräte) günstiger als je zuvor. Ja, sie sind groß, und die Technologie hat sich im Verlauf der Jahre nicht sonderlich verändert, aber HPS-Leuchten machen immer noch einen tollen Job, ihre Fähigkeit, große schöne Buds zu erzeugen, steht nach wie vor außer Frage. Ein weiterer Vorteil des Kaufs von HPS ist das modulare Prinzip dieses Systems – die Bestandteile lassen sich einzeln austauschen. 

Für jene Cannabis-Grower, die erwägen, in LEDs zu investieren, gilt indessen immer noch die alte Warnung. Bei LEDs bekommst Du das, wofür Du bezahlst, und es ist unverändert wichtig, sich vor dem Kauf gründlich zu informieren. Ja, es gibt billige Leuchten (die Preise haben sich in den letzten fünf Jahren halbiert), und der Markt wird mit zweitklassigen Produkten überflutet. Für die besten LED-Leuchten muss man nicht wenig Geld in die Hand nehmen. Bei dem frühen Hype, der seinerzeit um LEDs gemacht wurde, drehte sich vieles um ihr Stromsparpotenzial, aber das war und ist irreführend. Eine 600 Watt-Leuchte ist eine 600 Watt-Leuchte, egal ob es eine LED oder eine HPS ist!

Vergleich der Lichtqualität von HPS und LEDs
Bei der Art, wie LEDs Hanfsamen in große gesunde Pflanzen verwandeln, zeigen sich große Unterschiede zu HPS. HPS-Leuchten strahlen auf Cannabispflanzen wie die Sonne, aber gute LEDs maximieren die Lichtintensität und -effizienz und liefern dazu noch ein Lichtspektrum, dass es Growern wie nie zuvor ermöglicht, die Morphologie ihrer Cannabispflanzen zu ändern: Während HPS-Leuchten meist große „filmreife“ Head-Buds produzieren, führt die stärkere Tiefenstrahlung von LEDs zu besserer Blütenbildung in allen Bereichen der Pflanze. 

Unterschiede zwischen HPS und LEDs beim Endergebnis


Dies ist die große Frage, auf die Hanfsamen-Grower stets eine Antwort haben wollen. Aus Gesprächen mit zahlreichen Paradise Seeds-Kunden, inklusive erfahrener Profis, die schon eine ganze Weile dabei sind, ging hervor, dass der Fall hier klar ist:

Nach all den Versprechungen schöpft die LED-Technologie nun endlich ihr Potenzial aus. Im Zusammenhang mit LEDs haben wir oft den Ausdruck „eine Wahl für Kenner“ gehört. Auch von erfahrenen Cannabis-Growern, die den Wechsel zu LED vollzogen haben, haben wir dies gehört – mehr Ertrag, höhere Blütendichte und ein verbessertes Aussehen in Form von reicheren Trichomschichten.

Davon abgesehen ist eines natürlich klar: Die Genetik, die Du Dir in den Growraum stellst, hat einen großen Einfluss auf den Ertrag. Investiere stets in hochwertige Cannabissamen von einer Firma, die in Sachen Genetik einen exzellenten Ruf genießt. Denn dies ist der beste Weg sicherzustellen, dass die Pflanzen einen optimalen Start in ihr Leben hinlegen und später ein tolles Finish liefern, unabhängig davon, welche Beleuchtungsart man verwendet!