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Okay, Du hast Dir die Zeit genommen, Dir die Cannabissamen für Deinen nächsten Grow auszusuchen und in gutes Equipment investiert, um die Ernte im Growraum zu maximieren. Jetzt wärest Du eigentlich startklar zum Anpflanzen! Wie die meisten Grower auch hast Du es wahrscheinlich auf einen Sack Erde aus dem Ladenregal abgesehen, doch Du könnest auch in den Genuss einiger Vorteile kommen, wenn Du Deine eigene optimale Erdmischung für Cannabispflanzen herstelltest.
Auf dem Markt sind viele kommerzielle Erdprodukte erhältlich, und alle haben eine individuelle Zusammensetzung und behauptete Pflanzen-gesundheitsfördernde Eigenschaften, aber hast Du jemals innegehalten und Dich gefragt, woher diese Erdmischungen stammen? Die negativen Umweltfolgen des Torfabbaus beispielsweise sind in den letzten Jahren in den Fokus gerückt und haben manch einen Grower dazu veranlasst, sich einmal genauer anzuschauen, was in ihrer Erde steckt. Und viele von den „ganz besonderen Bestandteilen“, die bei kommerziellen Erdprodukten beworben werden, kann man durch eigene Herstellung auch selbst bewerkstelligen.

Stelle Deine eigene Cannabispflanzenerde her und spare Geld 

Und dann sind da noch die Kosten. Klar, es macht viel weniger Mühe, ein Produkt aus dem Ladenregal zu kaufen, aber die Kosten dafür können schnell ein hübsches Sümmchen ergeben, wenn ein Grower nicht nur ein paar Hanfsamen kultiviert. Wenn man’s selbst macht, kann man natürlich ordentlich Geld sparen, besonders wenn man Zugang zu kostenloser nährstoffreicher Erde hat und zusätzlich zu einigen anderen wesentlichen Bestandteilen, die es draußen auf dem Land gibt – wie etwa dampfende Stallmisthaufen!

Nun, städtische Gärtner haben zu solchen natürlichen Reichtümern in der Regel keinen Zugang, doch die Kostenersparnis wird sicherlich auch hier greifen, wenn man seine eigene Erdmischung für Cannabispflanzen herstellt und dafür keinen riesigen Aufwand betreiben muss. Als Basis kann man preiswerte Erde aus dem Gartencenter kaufen (am besten torffrei, da Torf einen niedrigen pH-Wert hat und umwelttechnisch bedenklich ist) und sie mit einigen anderen wesentlichen Zuschlagstoffen mischen, um ihre Leistungsfähigkeit turbomäßig zu steigern.

Die Vorzüge der Herstellung einer eigenen Erdmischung für Cannabispflanzen 

Die beste Erdmischung für gesunde Cannabispflanzen muss ihnen optimale Wachstumsbedingungen bieten – einen großzügigen Vorrat an Nährstoffen und eine gut geeignete Beschaffenheit – um gesundes Wurzelwachstum zu fördern, ist eine gute Drainage und Durchlüftung der Erde erforderlich. Ein großes Plus bei eigener Herstellung ist, dass der Grower die Erdmischung individuell an seine spezifische Anbauumgebung anpassen kann. 

Aus kleinen Cannabissamen können wahre Bäume wachsen! Für eine wachstumsfördernde Struktur braucht es eine gute Basiserde und Sand. Außerdem werden einige Fasern benötigt, etwa Kokosfasern, die aus Kokosnussschalen hergestellt werden und sehr förderlich für die Wurzelentstehung und schnelles Wachstum sind. Außerdem sollte man Stalldung oder Kompost hinzufügen, um die Struktur noch weiter zu verbessern und das Wasserhaltevermögen zu erhöhen. Viele städtische Grower verwenden statt Stalldung Küchenabfälle (die dann aber gut kompostiert sein müssen), auch Laubkompost ist ein guter wachstumsfördernder Zuschlagstoff. Auch Wurmerde – die im Wesentlichen aus Wurmausscheidungen besteht – ist sehr zu empfehlen, da sie eine reiche Quelle an Humus und Mikroorganismen darstellt.

Eine gute Durchlüftung der Erde ist beim Cannabisanbau von essenzieller Bedeutung

Gut belüftete Erde ist ein Muss für gesunde Pflanzen, weil sie es den Wurzeln ermöglicht, sich leicht und schnell auszubreiten und ihren Weg durch den Topf zu finden (oder tief in die Erde vorzudringen). Kokosfasern sind hier von großer Hilfe, besonders, wenn man sie mit Tongranulat und/oder Perlite mischt. Perlite ist aufgeblähtes Vulkangestein, das extrem heißen Temperaturen ausgesetzt wurde. Was ein Produkt ergibt, das wie Styroporkügelchen aussieht und einer Erdmischung zusätzliche Stabilität und ausgezeichnete Durchlüftungseigenschaften verleiht.

Zwecks besserer Drainage eigene Erde mischen

Der beste Erdmix für Cannabispflanzen bietet ihnen eine gute Struktur, um gesundes Wachstum fördern zu können, aber die Erde darf auch nicht zu kompakt bzw. verdichtet sein, denn dann gibt es Probleme bei der Drainage (die Erde saugt sich mit Wasser voll). Oben bereits erwähnte Zuschlagstoffe wie Kokosfasern, Perlite, andere Produkte vulkanischen Ursprungs wie Vermiculite oder Wurmerde ergeben eine Erdmischung mit guten Drainageeigenschaften. 

Cannabis-Erde: Füge Deine eigenen Nährstoffe hinzu

Um eine gute Basis-Erdmischung in ein wahres Gourmet-Mahl für Deine Pflanzen zu verwandeln, ist es erforderlich, weitere Nährstoffe hinzuzufügen! Dazu gehört etwa Seetang in reiner oder extrahierter Form und einige Handvoll Kaffeesatz, der als langsam freigesetzter NPK-Dünger fungiert. Ein weiteres Element, das segensreich für jede Erdmischung ist, ist Wurmerde, welche erwiesenermaßen äußerst förderlich für die Wurzelwerkbildung ist. 

Anpassung des pH-Werts

Wenn Du Deine eigene Erde mischst, ist es wichtig, den pH-Wert zu überprüfen. Wenn Deine Erde zu sauer oder zu alkalisch ist, kannst Du zu Spezialprodukten greifen, mit denen der Wert justiert werden kann. Um die Erdmischung weniger alkalisch zu machen, kann ihr ein Grower Aluminium- oder Eisensulfat hinzufügen, während Gartenkalk sie weniger sauer macht.

Grundrezept für eine ausgezeichnete Erdmischung 

Es gibt zahlreiche Rezepte für die Herstellung einer Erdmischung, die den individuellen Bedürfnissen eines Growers gerecht wird, als Faustregel sollte ein gutes Basisrezept jedoch Folgendes enthalten: 

2 Teile Basis-Erde
1 Teil Sand
1 Teil Stalldung/Kompost
1 Teil Perlite/Kokos-Mix
1 Tasse Seetang (pur) oder gemäß Anweisung zu verwendender Extrakt
3/4 Tasse Kaffeesatz
3/4 Tasse Guano

Ein letzter Tipp... Um optimale Ergebnisse zu erzielen, stelle Deine Erdmischung schon früh zusammen und lasse sie einige Wochen ruhen, damit sich alle Bestandteile gut miteinander verbinden können.