Cannabissämlinge zu verkaufen! Plant City im Blickpunkt
 - Paradise Seeds Eine der Gewissheiten der internationalen Cannabisszene, und zwar eine der frustrierendsten, ist, dass diese Welt aus einem Flickenteppich verschiedener Rechtslagen besteht, wenn es um unsere Lieblingspflanze geht.

Dies kann natürlich zu Verwirrung führen. Was in dem einen Land legal ist, kann in einem anderen illegal sein, und aus diesem Grund empfehlen wir allen Leuten stets, sich die Zeit zu nehmen, die Gesetzeslage in ihrem jeweiligen Land genau zu prüfen.

Aus rechtlicher Sicht wird es besonders interessant, wenn die Gesetzeslage „schräg“ ist. Was zum Beispiel sehr deutlich wird, wenn man Österreich besucht. Paradise Seeds blickt auf eine lange Verbindung mit der österreichischen Szene zurück (sie währt bereits mehr als 20 Jahre, und es ist kein Ende abzusehen), und unserer Erfahrung nach haben die Grower in diesem Land stets die ganz hohe Anbaukunst beherrscht und dabei geholfen, einige unserer Sorten in neue Ertrags- und Qualitätsdimensionen vordringen zu lassen.

Österreichs Cannabis-Klonkultur

Im Oktober waren wir wieder zurück in Österreich, als wir an der Cultiva-Messe teilnahmen (die in diesem Jahr auch der Zielort der Medical Cannabis Bike Tour war), und dort hatten wir die Gelegenheit, unsere guten Freunde von Plant City zu treffen. Diese Jungs führen seit 2016 einen hochklassigen Betrieb, in dem sie für ihre Kunden aus Samen gezogene Jungpflanzen (Sämlinge) produzieren. Und dies führt uns zum „schrägen“ Aspekt dieses Artikels über Cannabisgesetze!

Denn in Österreich ist es vollkommen legal, Cannabispflanzen anzubauen solange sie noch nicht blühen. Das bedeutet, dass man dort Cannabissämlinge und –stecklinge legal kaufen kann. Es gibt eine Reihe von Läden, vor allem in Wien, die Stecklinge verkaufen, aber Plant City ist der erste Shop, der Sämlinge anbietet. Und die meisten der von diesem Shop verkauften Sämlinge stammen von Paradise Seeds-Sorten. Zum Angebot gehören Wappa, Spoetnik #1, Nebula und Ice Cream. Wie beliebt sie sind? Nun, jedes Jahr werden beispielsweise ungefähr 40.000 Wappa-Pflanzen verkauft!

Vom Cannabissamen zum -sämling

Cannabissämlinge zu verkaufen! Plant City im Blickpunkt - Paradise Seeds Es dauert 14 Tage, einen Sämling soweit zu produzieren, dass man ihn dem Kunden übergeben kann. Die Kunden können die Ware vorbestellen oder direkt aus dem Regal kaufen. Die Sämlinge werden unter Laborbedingungen kultiviert, d. h. die Arbeitsumgebung ist steril. Ansonsten ist es wie in jedem anderen Growraum, das Ganze aber in riesigen Dimensionen (der Betrieb von Plant City befindet sich in einer Lagerhalle). Jede Woche werden bei Plant City 1800 Sämlinge produziert.

Die Samen werden in “Easy Blocks” gesetzt (ein natürliches Grow-Medium aus Kokos, Latex und Erde) und unter einer neonartigen LED-Leuchte mit geringer Lichtleistung zum Keimen gebracht („in diesem Stadium muss der Samen lediglich wissen, wo es nach oben geht“, schmunzelte ein Gärtner von Plant City, der uns herumführte).

Sobald die Samen gekeimt und die Sämlinge bis zu einer Höhe von ca. 2 cm herangewachsen sind, werden sie in größere Würfel gepflanzt, in denen sie dann eine Woche unter LED-Licht verbringen. Während dieser Zeit wird all ihren Bedürfnissen gewissenhaft Rechnung getragen. Danach werden die jungen Cannabissämlinge für fünf Tage unter Halogenlampen gestellt. Nach zweiwöchigem Wachstum sind sie soweit, vom Kunden gekauft zu werden und bei ihm zuhause ihre Reise fortzusetzen!

Die Vorteile von Sämlingen

Der große Vorteil dieses System des Verkaufs von Sämlingen – anstelle von Stecklingen – besteht darin, dass der Endkunde von der genetischen Stabilität profitiert, die durch den samenbasierten Anbau gewährleistet wird. Wie erfahrene Grower wissen, ist Sortenstabilität ein entscheidender Faktor, um beständige und einheitliche Ergebnisse zu garantieren und das Ertrags- und Qualitätspotenzial einer Sorte voll auszuschöpfen.

Wir sagen oft, dass der Schlüssel zum Anbau toller Cannabispflanzen darin besteht, ihnen den bestmöglichen Start in ihr Leben zu ermöglichen, und hier gibt es nun mal nichts Besseres als den Anbau mit Samen! Diese Kultivierungsform stellt im Gegensatz zur Stecklingskultur auf natürliche Weise sicher, dass gesunde starke Pflanzen entstehen.