Reiseziel Prag: Der Paradise Seeds-Guide zur Cannafest 2016Diesen Monat sind unsere Taschen gepackt für die Reise nach Prag, zu einer der Lieblingsmessen von Paradise Seeds. Vom 11.-13. November werden wir einen Stand auf der Cannafest-Messe haben, die wieder in dem tollen Prager Messegebäude in Holešovice stattfindet.

Wir freuen uns sehr auf unseren Paradise Seeds-Stand (STAND 23) und darauf, dass auf der Cannafest unser Dokumentarfilm über die Arbeit der Daya Foundation in Südamerika gezeigt werden wird – Green Medicine: Chile’s Medical Cannabis Revolution. Die Dokumentation ist Teil des Kino-Programms der Messe und wird am Samstag, den 12. November um 15:15 Uhr im Cannafest-Kino gezeigt.

Cannafest: Eine Qualitäts-Messe

Vielleicht hat es mit dem majestätischen Veranstaltungsort zu tun - diese tschechische Messe hat ganz besondere Vibes. Einige der Besucher, die seit dem Anbeginn der Cannafest vor sieben Jahren mit dabei sind, führen auch eine gewisse Seriosität als Grund an, denn sie können hier auch ihr Wissen über die Cannabispflanze und ihre nichtdrogenbezogenen Anwendungsfelder erweitern. Besonders die Konferenz- und Kinoräume werden sehr stark besucht (was so weit führen kann, dass gerade nochmal etwas Stehplatz für die Referenten bleibt).

Natürlich kann man auf dieser Messe aber auch viel Spaß haben, wofür die 250 Aussteller, verschiedene Bühnen, Tagesattraktionen und eine Reihe von After-Show-Parties (die den Cannafest-Besuchern das Beste aus Reggae, Drum 'n' Bass, Techno und Funk bieten) sorgen.

Reiseziel Prag: Der Paradise Seeds-Guide zur Cannafest 2016Ist Prag eine cannabisfreundliche Stadt?

Prag ist oft das “Amsterdam des Ostens” genannt worden und steht in dem Ruf, Cannabis gegenüber tolerant zu sein. Aber wie bei jedem Land und den jeweiligen Cannabisgesetzen sollte jeder Canna-Tourist selbst vor Ort Nachforschungen zu dem Thema anstellen. Zwar wird laut dem International Journal of Drug Policy die tschechische Drogenpolitik als „modern, pragmatisch, rational und mitunter zu liberal“ angesehen, aber kiffende Besucher sollten wissen, dass dennoch Diskretion angesagt ist.

Wenn man in Tschechien in der Öffentlichkeit kifft, könnte dies die Aufmerksamkeit der Polizei erregen. Gemäß dem tschechischen Strafgesetzbuch ist es ein Vergehen, das eine Geldstrafe von bis zu 15,000 Kronen (ca. 500€) nach sich zieht, wenn man mit einer Menge für den persönlichen Bedarf erwischt wird, die nicht „größer als gering“ ist – man muss die Schwammigkeit dieser Definition einfach lieben! In der Praxis bedeutet „gering“ aber, dass es nicht mehr als 10 Gramm sind, und alles darüber hinaus wird als Straftat angesehen.

Nichtsdestotrotz ist die Grundstimmung in Prag cannabisfreundlich, und der beste Weg herauszufinden, wie freundlich sie während Deines Aufenthalts genau ist, besteht darin, mit Einheimischen zu sprechen (vorzugsweise nicht mit einem, der eine Landestracht trägt, die aussieht wie aus dem Folklorebuch ;-) Sollte Dein Tschechisch noch verbesserungsfähig sein – keine Sorge, die meisten Leute sprechen auch Englisch. Ein kleiner Ratschlag von uns, was das Geld betrifft... In Tschechien wird mit Kronen bezahlt, was bei den Besuchern aus der Dollar-, Euro oder Pfund-Zone für gewisse Konfusion sorgen kann. Die lokalen Shops nahe den Touristenattraktionen wissen dies sehr gut, achtet also genau auf Euer Wechselgeld!

Bohemian Rhapsody – Original böhmische Hauptstadt-Vibes!

Reiseziel Prag: Der Paradise Seeds-Guide zur Cannafest 2016Interessante historische Fakten #306: Die tschechische Republik blickt auf eine reiche Geschichte kultureller und intellektueller Tradition zurück, und ihre Hauptstadt Prag ist die historische Hauptstadt von Böhmen. Vor der Geburt der Tschechoslowakei nach dem Ersten Weltkrieg wurden die Tschechen weltweit Böhmen genannt.

In jüngerer Zeit wurde das ursprünglich französische Wort für einen Böhme, „Bohème“, mit Menschen assoziiert, die ein unkonventionelles Leben führen (oftmals in der Kunst- und Musikszene), aber das ist einem geschichtlichen Zufall geschuldet, denn diese besondere Bedeutung des Wortes Bohème stammt aus dem Frankreich des 19. Jahrhunderts, als in den verarmten Bezirken französischer Städte mittellose Künstler lebten, die Roma und Sinti waren. Diese Zigeuner wurden Bohémien genannt, weil man (fälschlicherweise) annahm, dass sie ursprünglich aus Böhmen eingewandert waren. Tja, man lernt jeden Tag etwas Neues!

Soweit zu den Ursprüngen, aber es gäbe noch viel zu sagen über die Bohème-Szene und kreative Vibes in Prag – von Graffiti und zeitgenössischen Kunstausstellungen in Galerien wie der Trafo Gallery und dem DOX Center for Contemporary Art bis hin zu angesagten Clubs wie dem Roxy und dem kultigen Cross Club.