autowappa flowering Der letzte von Paradise-Züchter Luc auf den Markt gebrachte Satz neuer Sorten umfasste u. a. Auto Acid, Auto Whiteberry, Auto Jack und Auto Wappa - Auto-Versionen einiger seiner besten Indoor-Sorten, im Einklang mit dem aktuellen Trend auf dem Samenmarkt. Aber in welchem Maße hat es Luc geschafft, die Qualität dieser Auto-Versionen so nahe wie möglich an das Level der Originalsorten heranzuführen? Diese Frage beschäftigte Grower Growolff, als er, sehr neugierig auf Auto Wappa, diese Sorte einem Testanbau unterzog. 2009 hatte er in einem Magazin einen geradezu enthusiastischen Sortenbericht über Wappa gelesen und fragte sich, inwieweit Auto Wappa den dort gelobten Eigenschaften der original Wappa gerecht werden würde, z. B. süß-fruchtiges Aroma, stattliche Harzmengen, hohe Erträge und Potenz.
Luc verspricht in der Tat, dass Auto Wappa das Eigenschaftsprofil ihrer Vorgängerin aufweist, ihr stark ähnelt, er beschreibt sie als einfach anzubauende Pflanze mit eindrucksvoll geformten kompakten Blüten, die sich zu harzigen, süß-fruchtigen Buds vereinigen, die über ein hohes Blüten/Blätter-Verhältnis verfügen und ein "überraschend starkes" High liefern. Auto Wappas Genetik besteht im Wesentlichen aus 50% Indica und 50% Sativa, trägt aber natürlich auch einige autoflowering Ruderalis-Gene in sich, die sie zu einer automatisch blühenden Sorte machen. Indoors hat sie einen Lebenszyklus von 60-65 Tagen vom gekeimten Samen bis zur Reife, outdoors (wo sie bis zu einer Höhe von ca. 1 Meter heranwachsen kann) dauert es ein wenig länger, ungefähr 70 Tage. Die Ertragsleistung soll bei bis zu 400g/m2 unter Kunstlicht und bis zu 75g pro Pflanze unter natürlichem Licht liegen.

autowappa flowering Growolff säte drei feminisierte Auto Wappa-Samen in Jiffy-Pots aus, sie keimten schnell und hatten einen guten Start, aufgestellt in einer 1 m2-Growbox unter zwei 75 Watt high-efficiency CFL-Leuchten bei 18 Stunden Licht pro Tag. Er pflanzte die Keimlinge alsbald in 6,5 Liter-Töpfe mit Plagron Standard Mix-Erde und setzte sie nach zwei Wochen in seinen großen Growraum um, der mit sechs 600 W-Lampen bestückt war, 3x HPS und 3x MH (in der Blütephase dann 6x HPS). Dort befanden sich bereits etliche andere Pflanzen regulärer Sorten im Wachstum, bei einem Lichtzyklus von 18 Stunden. Zu diesem Zeitpunkt waren die Plants 15-18 cm hoch und wuchsen recht kompakt, mit 4-5 Internodien und Seitentriebansätzen sowie ziemlich schmalen Laubblättern, die mehr an Sativa als an Indica erinnerten. Einige Tage später zeigten sich die ersten weiblichen Vorblüten, der Autoflowering-Effekt setzte also ganz nach Plan ein, und Growolff war auch mit der bemerkenswert einheitlichen Performance der drei Pflanzen sehr zufrieden. Im Verlaufe der Blüte legten sie einen starken Streckungseffekt an den Tag und jede Woche 10-12 cm an Höhe zu. autowappa floweringGleichzeitig entwickelte sich das Seitentriebwachstum sehr lebhaft, und die Pflanzen nahmen ein diamantförmiges Wachstumsmodell an. Als sie 35 Tage alt waren und ca. 2,5 Wochen in Blüte, bemerkte Growolff, dass die Harzproduktion sehr dynamisch vonstatten ging, es bildeten sich eine Menge Trichome auf den jungen Blütenkelchen und -blättern. Die Blütenformation entwickelte sich in den folgenden Blütewochen prächtig, die Pflanzen bildeten dichte, klar Indica-dominante Blütencluster mit einem hohen Blüten/Blätter-Verhältnis, die sich zu vielen fetten Tops vereinigten. Und ihr üppiger Harzausstoß hielt unvermindert an, was ihnen eine silbrig-weiße Erscheinung verlieh - dies war die harzigste Auto-Sorte, die Growolff bisher erlebt hatte, enorm klebrig! Kein Wunder, dass auch ihr Aroma entsprechend stark war, intensiv süß und fruchtig, ohne jeglichen Ruderalis-Unterton, ein absoluter Genuss für die Nase.

Im Alter von 61, 64 und 66 Tagen waren die Pflanzen vollreif, innerhalb des von Paradise Seeds angegebenen Lebenszyklus. Ihre Endhöhen betrugen 68, 71 und 78 cm. Als die Blütenernte sorgsam getrocknet worden war, las Growolff ein Gesamtgewicht von 127 Gramm von der Waage ab, was einem Ertrag von mehr als 40g superharziger Buds pro Pflanze entsprach - zweifellos ein exzellentes Ergebnis für eine Auto-Sorte, vor allem, wenn man bedenkt, dass die Pflanzen wegen der Anwesehenheit von regulären Sorten im Growraum ab der dritten Wohe nur zwölf Stunden Licht täglich erhielten, und ihr Ertrag würde von einem längeren, für Auto-Sorten idealen Lichtzyklus von z. B. 20 Stunden sicherlich noch weiter profitiert haben. Growolff liebte das Auto Wappa-Aroma, das auch nach der Trocknung seinen süß-fruchtigen Charakter behalten hatte, und war voller Erwartungen, als er den ersten Testjoint rauchte. Bereits einige wenige Züge - wunderbar süß und mild, frei von jeglichen Ruderalis-Einflüssen - ließen ihn erkennen, dass diese Sorte sogar über seinen Erwartungshorizont hinausgehen würde: Schnell sauste ein mächtiger Indica-Hammer auf seinen Kopf hernieder und schickte ihn auf eine tiefenentspannende Reise ins Tal tiefer, aber gutgelaunter Stonedness, wo er fast zwei Stunden zubrachte. "Einfach nur erstaunlich, diese Auto Wappa-Äpfel fallen tatsächlich extrem nah am Stamm des Wappa-Mutterbaums!", schwärmte Growolff, "das ist Autoflowering-Potenz auf einem neuen Niveau, herausragend und mit Sicherheit das Beste, was ich in diesem Bereich bisher erlebt habe."
Drei feminisierte Auto Wappa-Samen sind für 23€, fünf für 35€ und zehn für 65€ erhältlich.