Paradise Seeds -  White Berry Im Jahre 2005 brachte Paradise Seeds erstmals feminisierte Versionen klassischer Paradise Strains wie Sensi Star, Dutch Dragon, Nebula oder Sheherazade (Allkush) auf den Markt. 2015 wird Paradise Seeds also zehnjähriges Jubiläum in Sachen feminisierte Samen feiern. Das Feedback der Grower-Gemeinde bezüglich der Weiblichkeitsstabilität der damals ersten Generationen war sehr gut, und so entschloss sich Luc Krol, der Breeder von Paradise Seeds, einen weiteren Satz feminisierte Sorten zu entwickeln. Dabei kam 2008 ein vielversprechendes „Six-Pack“ heraus: Opium (50:50 Sativa/Indica), Jacky White (75:25 Sativa/Indica), Ice Cream (60:40 Indica/Sativa), Spoetnik #1 (Reine Indica), Wappa (Reine Indica) und White Berry (75:25 Indica/Sativa). Die Sorte High Opium konnte bereits beim High Times Cup 2006 auftrumpfen, als sie den zweiten Platz in der Sativa-Kategorie erreichte. Nach Angaben von Züchter Luc sind diese sechs Sorten, die allesamt ein THC-Potenzial von 15-18% aufweisen sollen, genetisch sehr unterschiedlich, die genaue Zusammensetzung gibt Master Luc aber – wie immer – nicht preis.

Die Paradise-Feminisierungsmethode ist äußerst verlässlich

Von Anfang an stand Luc in der Entwicklungsphase der sechs Sorten in engem Kontakt mit Growern auf der ganzen Welt, er hatte bereits vor zwei Jahren über die Internet-Foren cannabisworld.com and planetganja.com kostenlos Test-Samen verteilt, um zu erfahren, wie sich seine neuen Sorten unter verschiedenen Anbau-Umständen verhalten und wie verlässlich das Versprechen der Weiblichkeit ist. Anfangs gab es noch Rückmeldungen über das Auftreten von einzelnen schwach zwittrigen Pflanzen, doch laut Paradise Seeds ist dies mittlerweile nicht mehr der Fall. Luc ist der Ansicht, dass seine Methode der Feminisierung sehr verlässliche Resultate liefert: „Unsere feminisierten Samen werden produziert, indem wir ausgewählte weibliche Pflanzen durch Manipulation dazu bringen, männlichen Pollen zu erzeugen, womit dann andere weibliche Pflanzen bestäubt werden. Die weiblichen Pflanzen, die wir zur Bildung der Pollen auswählen, werden vorher verschiedenen Stressprozeduren unterzogen, und nur, wenn sie dann nicht zwittrig werden, sind sie geeignet. Die Bildung männlicher Blüten erzwingen wir dann auf eine bestimmte Weise.“

Einheitliche WachstumsstrukturParadise Seeds -  White berry

White Berry gelangt laut Paradise Seeds in nur 50 Blütetagen zur Reife. Auch der Umschwung von vegetative auf generative Phase soll besonders schnell vonstatten gehen. Dank ihrer dominanten Top-Cola und der schlanken, mittelhohen Wachstumsweise soll sie besonders gut für die Sea of Green-Methode geeignet sein.
Mr. Power-Planter entschloss sich, einige feminisierte White Berry-Samen zu testen, parallel zu etlichen anderen Sorten. Alle vier Samen keimten gut und Mr. Power-Planter setzte die Jungpflanzen alsbald in Zweiliter-Töpfe mit Plagron Standard Mix. Anfangs standen sie unter zwei MaxGrow Dual Spectrum 4U (je 115 Watt), 12 Tage nach der Keimung ersetzte Mr. Power Planter diese Lichtquelle dann durch eine 400 Watt Plantastar, und wenig später wurden die Plants nochmals umgetopft, in Sechsliter-Töpfe. Während der Wachstumsphase gab Mr. Power-Planter nur Wurzelstimulator und Hesi SuperVit, die Plagron-Erde reichte so lange für die Nährstoffbedürfnisse der Plants aus. Eine Woche später wurde die 400 Watt-Lampe dann durch eine 600 Watt Osram NAV-T ersetzt und durch Herunterschalten des täglichen Lichtzyklus von 18 auf 12 Stunden die Blüte eingeleitet. Die vier Pflanzen waren gut gediehen und von einheitlicher Wachstumsstruktur, ganz wie von Paradise Seeds beschrieben, schlank und mit dominanter Top-Cola. Allerdings gab es gewisse Höhenunterschiede von ca. 25%. Die Blätter fielen Indica-artig breit aus.

Paradise Seeds -  White berryAusgeprägt starke Harzigkeit

Nach einer Woche zeigten alle vier Plants ihr weibliches Geschlecht. Im Verlaufe der Blüte kam es zu einer attraktiven dunkel-lilafarbenen Tönung der jüngeren Laub- und Blütenblätter. Bis zum Ende der Blüte nach 50-55 Tagen suchte Mr. Power-Planter vergeblich nach männlichen Blüten, auch dieser Paradise Seeds Femi-Test brachte also positive Ergebnisse in Sachen Weiblichkeit, wenn auch die numerische Grundlage mit vier Pflanzen nicht unbedingt als repräsentativ anzusehen ist. Die Pflanzen waren mit 65-85 cm recht kompakt und einheitlich geblieben und machten ihrem „White“-Attribut mit ausgeprägt starker Harzigkeit alle Ehre. Die Blütenstruktur war sehr dicht und hart, bei relativ hohem Blüten/Blätter-Verhältnis. Das süßlich-fruchtige Aroma fand bei Mr. Power-Planter großen Anklang. Mit 24-30 Gramm lag der Ertrag in einem sehr soliden Bereich.

Starke komplexe Wirkung

Die Wirkung war stark und komplex, zunächst stellte sich ein erhebendes Sativa-Up High ein, das später jedoch mehr Richtung stoned tendierte und dann noch sehr lange anhielt. Der Geschmack fiel, ebenso wie der Duft der Blüten, wunderbar süß-fruchtig aus. White Berry kann übrigens, wie auch die anderen fünf neuen feminisierten Paradise-Sorten, gleichermaßen indoors wie outdoors angebaut werden, draußen soll sie bereits Anfang Oktober zur Reife gelangen.

Kulturdaten:

Sorte: White Berry
Genetik: 75% Indica / 25% Sativa
Wachstumsphase: hier: 20 Tage
Blütephase: hier: 50-55 Tage
Medium: Plagron Standard Mix
pH: 6.2-6.5
EC: max. 2.0 mS
Beleuchtung: Vegetativ: 2 MaxGrow 4U Dual Spectrum CFL, später 400 W Plantastar HPS Blüte: 1 x 600 W Osram NAV-T
Temperatur: nachts: 17-20 °C tagsüber: 23-27°C
Luftfeuchtigkeit: 45-55 % in der Blütephase
Bewässerung: manuell
Dünger: Ab Blütephase H&G Einkomponentendünger, in der 6. Blütewoche PK 13-14
Zusatzmittel: Hesi SuperVit und PK 13-14
Höhe: 65, 70, 77 und 85 cm
Ertrag: 24, 27, 28 und 30g.