Berlin HanfParade 2014Am 9. August wird Paradise Seeds in den Chor tausender Leute mit einstimmen, die sich auf die Straßen Berlins begeben werden, um im Zeichen der Cannabislegalisierung zu lächeln, zu schreien und zu tanzen, wenn die Hanfparade wieder durch die Berlin zieht.

Sie ist die größte Demonstration pro Cannabislegalisierung in Europa und schon seit langem ein zentrales Event im Kampf für die Legalisierung. Berlin wird für einen Tag zur bunten Protestbühne für die vielen guten Seiten von Marihuana und Hanf, einer Kombination aus Livemusik, Ansprachen und durch die Stadt fahrenden Paradewagen.

Wir rufen alle unsere Freunde aus der europäischen Paradise Seeds-Community auf, dorthin zu kommen und sich der Hanfparade anzuschließen - bei der wir als Sponsor fungieren - und das diesjährige Event zum bestbesuchten aller Zeiten zu machen. Grünes Licht für die Legalisierung lautet das Motto in diesem Jahr - Eine Message, die in besonderem Licht erstrahlt nach den weltweiten Ereignissen auf dem Gebiet der Cannabislegalisierung in diesem unglaublichen Jahr.

Die Hanfparade 2014 reflektiert den Wandel in der weltweiten CannabisgesetzgebungHanfParade 2014

Seit der letzten Hanfparade haben weitere US-Bundesstaaten die medizinische Cannabisverwendung dekriminalisiert, Colorado hat die Droge auch zum Freizeitkonsum freigegeben, Uruguay hat den Vertrieb, Verkauf (vom Cannabissamen bis zu den Blüten) und Konsum legalisiert, und – wie wir in einem vorangegangenem Paradise Seeds News-Artikel berichtet haben – auch Jamaika hat für die Dekriminalisierung von Cannabis gestimmt.

Unterdessen hat es in Europa ebenfalls einige erhebliche Veränderungen gegeben. Spanien ist weiterhin ein Brennpunkt für Cannabisreformen, die Zahl der Cannabis Social Clubs ist in Barcelona, förmlich explodiert, und Länder wie Rumänien und die Schweiz haben ihre Cannabisgesetze überarbeitet.

Cannabis und Legalisierung – Die Situation in Deutschland

Mit diesen sich so schnell vollziehenden, sensationellen Veränderungen fühlt es sich fast so an, als wenn wir nun unaufhaltsam durch den Nebel der Prohibition ritten, einer Zeit entgegen, in der Cannabiskriminalität eine Sache der Vergangenheit sein wird. Allerdings muss dazu noch viel Arbeit erledigt werden, denn in vielen Ländern ist die gesetzliche Situation nach wie vor konfus, wie wir in unserem Artikel Europäische Cannabisgesetze aufgezeigt haben.

Dies trifft auch auf das Land der Hanfparade zu. Im letzten Jahr hat es in Deutschland einige interessante Entwicklungen gegeben, aber leider ist dabei bislang nichts Konkretes herausgekommen, im Vergleich mit manchen internationalen Entwicklungen.

HanfParade 2014Es gib in Deutschland geschätzte drei Millionen regelmäßige Cannabiskonsumenten, wobei jedoch das Magazin „Der Stern“ in diesem Jahr eine Umfrage veröffentlicht hat, der zufolge 65% der Deutschen gegen eine Liberalisierung der Cannabisgesetze sind. Diese Zahl steht im Kontrast zu den Wählern der Grünen (einer der Partner der Hanfparade), von denen 51% für die Legalisierung sind.

Die Kehrseite dieser insgesamt konservativen Haltung ist aber die herrschende Realität. Allgemein wird der Besitz kleiner Cannabismengen (6-15 Gramm) toleriert, wobei sich die Mengen von Bundesland zu Bundesland unterscheiden. Um diese Konfusion zu beenden, hat es in der Politik Diskussionen darüber gegeben, die erlaubte Besitzmenge bundesweit zu vereinheitlichen, wie Der Spiegel im Mai berichtete.

Jeder, der in Berlin lebt, weiß sehr gut, dass der Cannabisgebrauch in dieser Stadt allgemein akzeptiert wird, ob verboten oder nicht. Die grüne Bürgermeisterin Monika Hermann ist als erklärte Unterstützerin von Regulierungsmaßnahmen (angelehnt an die Amsterdamer Coffee Shop-Szene) aufgetreten, die dem Anstieg beim illegalen Straßenhandel entgegenwirken sollen, der wertvolle Polizeiressourcen bindet und erschöpft.

Diese Sichtweise wird auch vom sogenannten Schildow-Kreis vertreten, einer Gruppierung von 120 Juraprofessoren, die sich öffentlich für die Legalisierung von Cannabis in Deutschland ausgesprochen haben. Ihr Sprecher Lorenz Böllinger, Professor für Kriminologie, sagt, dass eine Legalisierung die potenzielle Kriminalisierung so vieler deutscher Bürger beenden würde, zu Qualitätsverbesserung führte (und dadurch auch die Gesundheitsgefahren von schlechtem kommerziellen Gras verminderte) und eine offene Debatte und Aufklärung über die Risiken des Cannabiskonsums ermöglichte.

Green Traffic LightsGrünes Licht 2014?

Rot… Gelb… Grün. Diese Farben werden international als Stopp... Warten... Gehen verstanden. Es sind jene drei Farben, die auf Ampeln zu sehen sind, und wir denken gar nicht bewusst darüber nach, was sie für uns bedeuten. Wir verhalten uns einfach automatisch gemäß der Farbe, die wir sehen!
Grünes Licht für die Legalisierung? Denke nicht nach, handele einfach. Komme und schließe Dich uns an.

TL