Das hier ist an all unsere Paradise Seeds Outdoor-Grower dieser Saison in der nördlichen Hemisphäre gerichtet! Denn dies ist der Monat, in dem viele unserer beliebtesten Sorten geerntet werden, dieser Artikel befasst sich also mit zwei großen Fragen zum Trocknen und Veredeln von Cannabis: Wie bewahrt man den Geruch von Cannabis? Und wie lange kann man die Buds lagern?

Es gibt eine Menge an Informationen zur Trocknung und Veredlung, und auch wir haben unseren eigenen Leitfaden zum Trocknen und Veredeln von Marihuana. Anlässlich dieses Artikels wollten wir aber noch tiefer in die Materie eintauchen und uns mit zwei sehr speziellen Fragen zur Trocknung und Veredlung von Cannabis befassen, die uns von unseren Kunden gestellt werden. 

Zu diesem Zweck haben wir uns Expertenhilfe geholt! Neben unserem eigenen Team von Grow-Spezialisten arbeiten wir mit einem internationalen Netzwerk von Paradise Seeds Grow-Botschaftern zusammen, die ihr eigenes Cannabisanbauwissen und diesbezügliche Erfahrung miteinbringen. Was diese Grower so erfolgreich macht, ist ihr Blick für kleine Details, die einen großen Unterschied für die Optimierung von Ergebnissen ausmachen können. Lass uns also mal sehen, was sie sagen!

Wie man den Geruch von Gras nach der Ernte bewahrt

Dies ist eine gute Frage, die sich jedem Grower stellt. Du weißt ja, wie es ist… manchmal tut man Gras mit einem superfrischen Geruch in ein Vorratsglas und macht dieses dann einige Tage später wieder auf, nur um festzustellen, dass es entweder nach alter Wäsche riecht oder kaum oder gar keinen Geruch mehr hat.

Die Qualität des Geruchs von eingelagerten Buds hängt wesentlich vom Feuchtigkeitsgehalt ab. Der erste Schritt, den man bei diesem Prozess korrekt durchführen muss, ist die Trocknung, und ein Growraum oder kleiner Schrank ist dafür eine gute Umgebung. Es herrscht allgemeine Einigkeit darüber, dass 15-20°C eine gute Trocknungstemperatur sind, bei einer Luftfeuchtigkeit von 30-50%. Für den Prozess ist eine gute Luftzirkulation sehr wichtig, die meisten Grower verwenden dafür einen Ventilator. Unser erster Top-Tipp zur Trocknung und Veredlung kommt von uk_masterkush, der einen kleinen 10 cm-Ventilator zu diesem Zweck nimmt und warnt, dass „der Ventilator niemals direkt auf die trocknenden Pflanzen gerichtet sein darf, weil dies die Blüten zu schnell trocknen lässt und am Ende den Geschmack beeinträchtigt!“

Es ist kein Geheimnis, dass sobald sie getrocknet sind, die Buds am besten in luftdichten Glasbehältern gelagert werden und man jeden Tag die Luft daraus entweichen lässt (üblicher Weise 1-2 Wochen lang). Hast Du aber jemals über die Umgebungsluft bei diesem Entweichungsprozess nachgedacht?

@ShaggyGrower v.2 betont die Wichtigkeit dieser Frage. Wärmere Luft enthält mehr Feuchtigkeit, und das Öffnen eines kalten Glasbehälters in einem warmen Raum kann Deine Buds sogar noch feuchter werden lassen. Er sagt „Man lässt die Luft am besten nachts (besonders in einer trockenen Nacht) entweichen, da die Nachttemperaturen ähnlich sind wie die Lagerungstemperaturen der Glasbehälter (weniger als 15°C).“ Wem das zu sehr nach “auf gut Glück” klingt, dem empfiehlt das Paradise Grow-Team, ein Produkt zur Feuchtigkeitsregulierung wie z. B. Boveda zu verwenden, welches den Luftentweichungsprozess verzichtbar macht und beim Veredlungsprozess der Cannabisblüten behilflich ist.

Wie lange kann man die Buds lagern?  

Die vorherrschende Meinung bei vielen Cannabiskonsumenten ist, dass veredeltes, aber noch frisches Gras am besten ist. Wir fragen uns jedoch, ob dies mehr damit zu tun hat, dass der Vorrat stets schon aufgebraucht wird, bevor es zu einem längerem Veredlungsprozess kommt und diese Meinung auf den Prüfstand gestellt werden kann! Buds, die einfach nur so herumliegen, werden natürlich fade und verlieren ihre Frische, aber wenn Du Dein Cannabis korrekt veredelt hast und es in einem luftdichten Behälter gelagert wird, können Deine Buds ein Jahr oder länger in guter Qualität aufbewahrt werden. 

Einer unserer Grow-Botschafter, boomdrawfyah, berichtet, dass er Buds schon drei Jahre lang gelagert hat! Er sagt zwar, dass der Geruch und die Farbe nicht mehr so sind wie anfangs, aber was die Performance angeht, „kann man sie konsumieren wie am ersten Tag.“ Viele Langzeit-Veredler bevorzugen den reicheren Geschmack und die abgerundetere Wirkung von lang gereiften Buds. Erfahrungsberichte legen nahe, dass Sorten mit einem hohen Anteil an erdigem Myrcen besser altern als solche mit einem Limonen-lastigen Terpenprofil, wobei @ShaggyGrower v.2 sagt, dass Paradise’s Delahaze hier eine Ausnahme bildet und ihren signifikanten Zitrus-Flavour lange behält, wenn sie vernünftig veredelt wurde.

Totogrowuk glaubt, dass eine Veredlungszeit von 3-4 Wochen für die meisten Sorten am besten ist und dass die Buds bei guter Lagerung ungefähr ein Jahr lang ihr Niveau halten können. Er fügt jedoch hinzu, dass es dazu bei ihm nur kommt, wenn er ein Vorratsglas verlegt hat und dann irgendwann wiederfindet…“, was unsere Theorie bestätigt, dass der Mangel an belastbaren Daten in dieser Frage eine Folge davon ist, dass gut veredelte Buds so lecker schmecken, dass sie sie einfach so schnell aufgebraucht sind!

Individuelle Faktoren beachten

Diesen essenziellen Ratschlägen möchten wir noch hinzufügen, dass es, genau wie beim Anbauprozess, wichtig ist, die individuellen Faktoren zu beachten – besonders die Anbaufläche und -umgebung (einschließlich des Klimas) – die für jeden einzelnen Grow bestimmend sind. Jeder Grower hat seine eigene Meinung zum bestmöglichen Weg, aber diese basiert eben auf den jeweils individuellen Anbauumständen. Jeglicher Anbau – ob nun von Gras, Tulpen oder Möhren – hängt von diesen Faktoren ab, und nur über Versuch und Irrtum wirst Du herausfinden, was die perfekte Formel für Dich ist.

Nichtsdestotrotz ist es immer gut, etwas Hilfe von (gut informierten) Freunde zu bekommen! Wir hoffen also, dass diese Einblicke einige nützliche Tipps für Deine Trocknungs- und Veredlungsaktionen in dieser Saison liefern konnten. Und wen auch Du einige tolle Tipps zum Veredeln haben solltest – immer her damit!