Momentan ist genau jene Sorte von Geschäftsleuten, die bisher immer ganz schnell dabei waren, Cannabisfreunde als verkommene Drogenkonsumenten abzuqualifizieren, unter ihren Nadelstreifenkragen ganz heiß darauf, mit Cannabis-Aktien und –Investmentmöglichkeiten jede Menge Geld zu scheffeln.

1) Cannabis-Aktien als Option

Aktien für legales Cannabis - Drei Dinge, die man wissen sollte - Paradise Seeds Wenn Du ein Investor bist, kannst Du nun mit Marihuana Geld verdienen, ohne einen Cannabis-Anbauraum einzurichten, verschiedenen Waagen zu kaufen und Dich an Straßenecken herumzudrücken. Aber genau weil eine bestimmte Firma solch neue, große grüne Verdienstmöglichkeiten als Big Business anpreist, sollte man sich genau anschauen, was dahinter steckt und den moralischen Kompass jener Firmen überprüfen, die von Cannabis-Aktien profitieren wollen.

Es gibt zum Beispiel Produzenten von medizinischem Cannabis wie die kanadische Firma ABcann, die tief in der Cannabisindustrie verwurzelt ist und die organische Qualität ihrer Produkte hervorhebt... und neue Player wie die multinationale Gartenbedarfsfirma Scotts Miracle-Gro, die nun Grow-Produkte und Pestizide für den Cannabisanbau entwickelt. Hmmh, eine schwere Wahl...

2) Die Vorteile von Cannabis-Aktien

Mit der sich immer weiter über die USA ausbreitenden Legalisierung (2018 kamen Kalifornien und Massachusetts dazu), die dieses Jahr auch Kanada erreicht, fließt Geld in dieses frisch legalisierte Geschäftsfeld. Für jene Cannabiskonsumenten und –Grower, die ihr Leben bisher im Schatten fristen mussten, ist die Normalisierung von Cannabis, die auch einen Markt für Cannabis-Aktien öffnet, eine gute Sache.

Genau wie bei jeder ökonomischen Revolution schafft neues Investment neue Möglichkeiten für viele kleinere Geschäftsleute, eine Nische zu besetzen und eine neue Firma zu gründen, welche die neue Nachfrage nach Cannabis-bezogenen Produkten bedient. Die Statistik besagt zwar, dass die Mehrheit der Cannabis-Startups scheitert, aber jene, die das richtige Produkt und genügend Erfahrung haben, können sich ein gutes Stück vom Kuchen abschneiden (oder zumindest einige Krümel ergattern)!

Manche Leute argumentieren, dass die Tatsache, dass Cannabis nun auch an der Börse gehandelt wird, dem gesamten Wirtschaftszweig zu mehr Legitimation verhilft. Wenn die Stigmatisierung wegfällt, kann man sich auf die Zeit freuen, in der Marihuana einfach nur ein weiteres Handelsprodukt sein und sich die Legalisierung auf dem gesamten Globus ausbreiten wird.

3) Die Nachteile von Cannabis-Aktien

Aktien für legales Cannabis - Drei Dinge, die man wissen sollte - Paradise Seeds Bei vielen altgedienten Akteuren der Szene ist die Legalisierung von Cannabis nicht gut gelitten, besonders bei jenen, die über Jahre hinweg bei ihrem Kampf für die Legalisierung von Cannabis für den medizinischen und freizeitmäßigen Konsum viel geopfert und alles riskiert haben. Für viele Aktivisten ist der Marihuana-Börsenboom der ultimative Ausverkauf.

Sie beklagen mit gutem Grund, dass Cannabis nach all den Jahren erst durch den Einzug von Big Business in die Szene eine Legitimierung erfahren hat, und sie fragen sich, ob das Big Business sich darum schert, die Cannabisszene zu erhalten oder ob es sie wegen des Profits einfach nur ausbeutet.

Ein paar Worte von unserem (weisen) Geschäftspartner!

In einem interview mit Paradise Seeds hat sich Tommy Chong, eine der treibenden Kräfte der Cannabis-Gegenkultur in den 1970er Jahren, vor kurzem abschätzig über das plötzliche Interesse seitens des Big Business geäußert:

“Da gibt es jetzt viele von diesen Business-Typen, die über die Möglichkeiten der Cannabis- Industrie reden wollen, aber es ist wichtig, mit Leuten zusammenzuarbeiten, die verstehen, worum es bei Gras eigentlich geht. Wisst ihr, was ich mache? Ich fordere sie auf, einen Joint mit mir zu rauchen. Dann weißt du, wie sie wirklich gestrickt sind!“