Paradise Seeds Wappa, Durga Mata, Ice Cream Erntezeit auf der südamerikanischen Plantage für medizinisches Cannabis Daya Foundation

Erntezeit auf der südamerikanischen Plantage für Medizinisches Cannabis

In der nördlichen Hemisphäre sind alle Gedanken auf den Frühling und die neue Outdoor-Pflanzsaison gerichtet. In der südlichen Hemisphäre aber stehen die Monate März und April für den Herbstbeginn und die Marihuana-Erntezeit.

In einer ruhigen Vorstadtgegend von Santiago, der Hauptstadt von Chile, hat seit letztem September eine friedliche Revolution stattgefunden: Auf einem kleinen Stück Land sind 400 Marihuanapflanzen in der Sommersonne groß und üppig herangewachsen. Diese Pflanzen bilden die Grundlage für Lateinamerikas erste legale Cannabisernte, organisiert von der Daya Foundation (Fundación Daya), die Cannabisöl für die Behandlung von 200 Krebspatienten bereitstellen wird.

Der erste legale Anbau von medizinischem Marihuana durch die Daya Foundation war eine Achterbahnfahrt

Als die Daya Foundation die Lizenz für den Anbau von medizinischem Cannabis im Auftrag der Gemeinde von La Florida (einer Vorstadt von Santiago) erhielt, ahnte sie nicht, wieviel Aufmerksamkeit von Medien aus aller Welt dies auf sich ziehen würde. Seit September stand ihr Projekt im Fokus von Nachrichtenmagazinen aus ganz Latein- und Nordamerika, Europa und sogar aus dem fernen Indien und Japan.

Das Projekt der Daya Foundation hat wohl auch jüngste politische Ereignisse in Chile beeinflusst. Das Abgeordnetenhaus stimmte vor kurzem dafür, rechtliche Änderungen zu empfehlen, die zu einer Entspannung der Anti-Cannabisgesetze führen könnten, falls sie vom chilenischen Kongress angenommen werden. Dazu gehört auch, bis zu sechs Pflanzen für den persönlichen Freizeit- oder Medizinalgebrauch zu erlauben.

Nicolas Dormal, Vorsitzender der Daya Foundation, sagt: “Mit jeder neuen Projektphase nahm das Interesse zu. Weil es ein völlig neues Projekt war, gestaltete es sich mitunter sehr zäh. Es ist, als wenn man zum ersten Mal ein Puzzle zusammensetzt, man muss alle Teile passend ineinanderfügen. Wir arbeiten mit Ärzten, verschiedenen Gesundheitsinstitutionen und Politikern zusammen und natürlich mussten wir bei einem Cannabisanbau in dieser Größenordnung auch unsere Lektionen lernen. Aber wenn all diese Dinge nun Schritt für Schritt gut werden, haben wir eine gute Blaupause für die Zukunft.“

Auch beim Anbau selbst gab es zwischendurch Probleme, die Pflanzen mussten im März gewaltige Stürme überstehen, die eine ernsthafte Bedrohung für den Ernteerfolg waren. Glücklicher Weise waren die Daya-Gärtner in der Lage, den Schaden zu minimieren, und das Endergebnis ist ein geschätzter Ertrag von 120 Kilo aus 400 Cannabispflanzen, die aus Paradise Seeds-Sorten gezogen worden waren.

Sea of Green Daya Foundation met Paradise Seeds Hanfsamen Nicolas erklärt, dass die Daya Foundation ambitionierte Pläne zur Ausweitung des Projekts hat. „Die medizinische Cannabisindustrie ist noch so jung, dass wir gern als innovatives Modell für das restliche Lateinamerika (und vielleicht sogar die ganze Welt) fungieren möchten. Wir beabsichtigen, mehr Land zu kaufen und den Anbau in der nächsten Saison auszuweiten. Wir sind im Gespräch mit anderen chilenischen Gemeinden und hoffen, dass 20 von ihnen in das Projekt einsteigen und „ihren“ Teil des Anbaus jeweils selbst finanzieren werden. Im Gegenzug werden sie dann Cannabisextrakt zur Behandlung von Patienten in ihrem Gemeindegebiet erhalten.“

“Dies wird nicht nur die Produktionskosten dieser Medizin senken, sondern auch zur Folge haben, dass durch den nächsten Anbau genug Cannabisöl für die Behandlung von 4.000 Patienten erzeugt werden kann. Sobald der Cannabisextrakt im Labor stabilisiert sein wird, hoffen wir, dass wir die Patienten in Chile zukünftig mit einer standardisierten Medizin versorgen können.

120 Kilo Medizinisches Marihuana

Seit Mitte März war also Erntezeit auf dem Feld der Daya Foundation, und die Resultate waren fantastisch. Die geernteten 120 Kilo Buds werden diesen Monat zu einem Labor transportiert (unter Polizeischutz), wo daraus medizinisches Cannabisöl extrahiert werden wird, für die Behandlung von Patienten in der Gemeinde La Florida.

Paradise Seeds war von Anfang an Teil dieses Projekts, wie in unserem Südamerika-Artikel Anfang des Jahres berichtet. Unser neues Video zeigt exklusive bewegte Bilder von dieser Plantage, die wir im letzten Oktober besucht hatten, als wir an der ExpoWeed-Messeteilnahmen. Paradise Seeds-Gründer Luc wird in dem Video von Pablo Mendez herumgeführt, dem Gärtner der Daya Foundation, der die Pflanzen in den letzten Monaten vom Samen bis zur Blüte begleitet hat. Das Video geht nach der Pause so weiter:

Wir trafen Pablo, um zu erfahren, welchen Eindruck er von den Paradise Seeds-Sorten hatte. Als das Projekt startete, waren die Gärtner sehr zufrieden mit der 98%igen Keimquote der Samen. Als Top-Sorten erwiesen sich Wappaderen Größe und Ertrag laut Pablo “höchst eindrucksvoll” war, und Durga Mata die einen exzellenten Ertrag abwarf und „ein sehr auffälliges Farbenspiel bot, resultierend aus den beiden Phänotypen, die sie hervorbrachte.“ Und auch Ice Cream wurde für ihr rasantes Wachstum sehr gelobt.

Die geernteten Buds trocknen noch und sind bald soweit, dass sie zu einem Labor gebracht werden können, wo dann die nächste Phase des Prozesses beginnt. Ein Filmteam von Paradise Seeds begleitet den Fortgang dieser erstaunlichen Geschichte, und wir freuen uns schon darauf, Euch das nächste Kapitel dieses großartigen Marihuana-Abenteuers in Südamerika liefern zu können.