Das wird ein großes Jahr in Sachen Cannabislegalisierung, angesichts der Tatsache, dass sich die grünen Linien auf der Cannabis-Weltkarte 2018 weiter positiv verschieben werden. Dieses Jahr hält der Kontinent Nordamerika die Fahne der Marihuanalegalisierung hoch.
Das neue Jahr legt gleich gut los, mit der heiß ersehnten Legalisierung von Gras zum Freizeitgebrauch in Kalifornien. Später im Jahr wird Kanada folgen und das erste G7-Land sein, das Cannabis als Genussdroge freigibt.

Cannabislegalisierung in Kalifornien

Im Cannabislegalisierungs-Grasrausch! - Paradise Seeds Der Bundesstatt Kalifornien hat eine Bevölkerung von 40 Millionen Menschen, und wenn es ein eigenes Land wäre, würde es die sechstgrößte Volkswirtschaft der Welt sein. Die Sache ist also von großer Bedeutung für die Cannabislegalisierungsdebatte, nicht nur auf nationaler Ebene, sondern möglicherweise auch weltweit!

Manche Finanzexperten sagen voraus, dass der legale Marihuana-Markt in Kalifornien der kalifornischen Wirtschaft ein zusätzliches Volumen von fünf Milliarden Dollar bescheren wird. Wenn die Legalisierung in Kraft getreten ist, wird es jedoch wahrscheinlich einige Zeit dauern, bis sich die Dinge eingespielt haben – auf beiden Seiten, sowohl bei den politischen Entscheidungsträgern als auch bei den Konsumenten.
Wahrscheinliche Auswirkungen der Graslegalisierung in Kalifornien:

1) Sinkende Verkaufszahlen bei medizinischem Cannabis. So förderlich Cannabis auch für viele Anwender mit gesundheitlichen Beschwerden ist – es ist kein Geheimnis, dass ein Berechtigungsausweis für medizinisches Cannabis auch für viele Freizeit-Konsumenten als Türöffner für die medizinischen Verkaufsstellen diente und ihnen so Zugang zu hochwertigem Gras ermöglichte. Die Los Angeles Times sagt voraus, dass der Umsatz von medizinischem Cannabis von zwei Milliarden auf 600 Millionen Dollar sinken wird, nachdem die Legalisierung in Kraft getreten ist.

2) Höhere Preise. Legalisierung bedeutet Besteuerung. Der Bundesstaat wird 15% Steuer auf den Verkauf von Cannabisprodukten erheben. Die Cannabiskonsumenten befürchten jedoch, dass sich lokale Behörden als Spielverderber erweisen, indem sie weitere lokale Steuern hinzufügen. Einem kürzlich erschienenen Fortune-Artikel zufolge könnte der Graspreis in manchen Gegenden des Bundesstaates so um mehr als 70% steigen.

3) Viel mehr Papierkram. Jedenfalls für jene, die in diesem Wirtschaftszweig arbeiten. Regulierung bedeutet, dass für alle Arbeitsbereiche der Marihuana-Industrie Lizenzen vergeben werden müssen, angefangen vom Verkauf an Kunden bis zum Versand von Cannabis.

4) Die Geldquelle Tourismus wird sprudeln. Kalifornien wird finanziell von einer neuen Tourismus-Welle profitieren. Der Bundesstaat beheimatet bereits einige der weltgrößten touristischen Attraktionen wie z. B. Disneyland, Hollywood, das Nappa-Valley und die Golden Gat Bridge, nun tut sich ein komplett neuer Tourismus-Zweig auf, wodurch bald viele durch eine Cannabis-gefärbte grüne Brille auf den Bundesstaat blicken werden.

5) Mehr Gras, qualitativ besseres Gras, von Paranoia befreite Gras-Einkäufe. Durchweg positive Ergebnisse, die für nächstes Jahr in Kalifornien vorausgesagt werden!

Cannabislegalisierung in Kanada

Im Cannabislegalisierungs-Grasrausch! - Paradise Seeds Wir von Paradise Seeds haben die Cannabislegalisierungsbewegung in Kanada bereits seit längerer Zeit beobachtet, und über die Ankündigung von Justin Trudeau’s liberaler Regierung berichtet, die Droge legalisieren zu wollen.

Dieses Jahr nun soll das Versprechen wahr werden, und es herrscht eine rege Debatte über die Frage, welche Auswirkungen die Legalisierung haben wird. Die kanadische Bevölkerung ist kleiner als die Kaliforniens (fast 36,5 Millionen Menschen), aber der Legalisierungsprozess könnte womöglich von noch größerer Bedeutung für die Welt sein, da es sich um einen souveränen Staat handelt.

Während es noch sieben Monate bis zum offiziellen Beginn der Legalisierung sind (im Juli), wird immer noch viel darüber debattiert, wie die legale Cannabis-Szene in Kanada aussehen wird. Die Regierung gibt zwar den gesetzlichen Rahmen für die Legalisierung vor (und besteuert jedes Gramm mit einem Dollar), aber es ist den zehn Provinzen überlassen, wie sie die Legalisierung regional konkret ausgestalten.

Ontario will zum Beispiel das gesetzliche Mindestalter für Cannabiskäufe bei 19 Jahren ansetzen (wohingegen die Regierung 18 vorgeschlagen hatte), und die Provinz Quebec hat verlautbart, dass sie es ihren Einwohnern nicht erlauben wird, selbst zuhause Cannabis anzubauen (obwohl es die Empfehlung der Regierung ist, dass jeder Einwohner bis zu vier Pflanzen für den Eigenbedarf kultivieren darf).

Klar ist, dass es von jetzt bis Juli noch viele Diskussionen über die Ausgestaltung der Details geben wird. Auf jeden Fall wird die Cannabislegalisierung erhebliche Auswirkungen auf alle möglichen Bereiche haben, beispielsweise stellen sich manche schon jetzt die Frage, was nach Juli wohl aus den armen Drogenspürhunden wird?!