Als Paradise Seeds Ende 2014 die Expoweed in Chile besuchte, waren wir sehr gespannt darauf, von den Entwicklungen in der Cannabisszene zu hören, die sich gerade in Südamerika vollziehen. Von besonderem Interesse für uns ist das revolutionäre Medizinalhanf-Programm, das in Chile aufgelegt wurde.

Im September erfuhr die Daya Foundation dass sie die Erlaubnis zum Anbau von Marihuana zu medizinischen Zwecken erhalten hatte – die erste Erlaubnis dieser Art in Lateinamerika. Es handelte sich um eine historische Entscheidung, der verschiedene Ministerien der Regierung, vom Gesundheits- bis zum Agrar-Ressort, sowie die Polizei zugestimmt hatten.

Wir habe noch einen anderen Grund zur Freude über dieses bahnbrechende Programm, da Paradise Seeds dazu auserwählt wurde, die Cannabissorten bereitzustellen, die für die Daya Foundation angebaut werden sollen. Im Oktober wurden wir die erste Firma, die für Cannabissamen eine offizielle Ausfuhrgenehmigung nach Chile erhielt.

Das Medizinalhanf-Projekt der Daya Foundation

Die politischen Entscheidungsträger in Chile scheinen beim Thema Medizinalhanf eine sehr pragmatische Herangehensweise zu haben. Der Mitbegründer der Daya Foundation, Nicolás Dormal, erklärt, dass die Zeit der Debatten in seinem Land zum Glück vorbei ist. „Angesichts von 70% Zustimmung in der Bevölkerung für medizinisches Cannabis geht es nun nur noch um Informationen und weitere Aufklärung“, sagt er.

Daya Foundation 2014-2015 Die Daya Foundation ist dafür zuständig, einen Großteil dieser Informationen zu liefern und viel von der Aufklärungsarbeit zu leisten, was durch ihr revolutionäres Konzept bedingt ist: Die Stiftung baut in gemeinsamer Initiative mit der Kommunalverwaltung von La Florida, einer Kommune in der Provinz Santiago mit mehr als 350.000 Einwohnern, 600 Pflanzen an.

Diese werden im April/Mai (Herbstzeit in Chile) geerntet und die Buds dazu verwendet werden, Cannabisöl herzustellen, das zur palliativen Behandlung von 200 Patienten bestimmt ist – die eine Hälfte dieser Patienten wird über die Daya Foundation herangeführt, die andere über das regionale öffentliche Gesundheitssystem.

Welche Paradise Seeds-Sorten baut Daya an?

“Als sie sich bereit erklärten, uns mit Samen zu versorgen”, erklärt Nicolás Dormal, „wurde Paradise Seeds Teil eines historischen legalen Samenimports nach Südamerika. Später erfuhren wir von dem hohen Ansehen, das Paradise Seeds weltweit in Sachen Qualität genießt. Jetzt erleben wir quasi live die Bestätigung dieses exzellenten Rufes, dank einer Keimquote von 94% und des starken gesunden Aussehens der Pflanzen, die über die gesamte Plantage verteilt sehr gleichmäßig wachsen.“

Wappa plants from Paradise Seeds growing in Chile La Florida hat für das Projekt ein Stück Land gestiftet, das umzäunt ist und so der Pflanzung, die im Oktober mit der Freiland-Aussaat begonnen hatte, Sicherheit bietet. Die Daya Foundation, die auch eine klinische Studie zur Untersuchung der Wirksamkeit von Cannabinoiden auf dem Gebiet der Schmerz- und Übelkeitslinderung sowie zur Appetit- und Schlafverbesserung durchführt, hat Sorten mit einem hohen THC-Gehalt ausgewählt.

Zu den von der Daya Foundation kultivierten Sorten gehören Wappa, Ice Cream und Durga Mata II CBD, wobei letztere eine unserer Sorten ist, die speziell für medizinische Anwender gezüchtet wurde.

Zur Zeit haben die Pflanzen gerade die 1 Meter-Marke überschritten, und Nicolas beschreibt sie als „sehr kräftig und vital wachsend“, so dass sich Paradise Seeds darauf freut, zur Erntezeit die Ergebnisse zu sehen. Wir werden Euch hier auf dem Laufenden halten, auch über den Prozess der Weiterverarbeitung der Blüten zu dem medizinischen Endprodukt, das für die Krebspatienten bestimmt ist.

Südamerika – Über den Tellerrand hinausgeschaut

Schaue Dir das Teaser-Video von unserer Südamerika-Reise an - Erster Halt: Die ExpoWeed in Chile. Dies war unser zweiter Besuch der Expo, die eines der neuen heißen Events in der südlichen Hemisphäre ist, die sich anschicken, einen festen Platz im weltweiten Cannabiskalender zu erobern.

Die Veranstaltung, die draußen, in Santiagos Parque O’Higgins, stattfand, zog drei Tage lang Tausende von Cannabis-Enthusiasten an. Die ExpoWeed war eine tolle Mischung aus Business, Informationsvermittlung und Spaß, an den Ständen herrschte geschäftiger Betrieb, es gab informative Seminare, Rampen für Skateboarder und Filmvorführungen.

Wappa plants from Paradise Seeds growing in Chile Für Paradise Seeds war es großartig, wieder da zu sein, mit alten Kunden zu sprechen und neue zu treffen. Wir haben viel Spaß daran, in Chile einen neuen Kundenstamm aufzubauen und lieben die Freundlichkeit und den Enthusiasmus der Chilenen. In Santiago werden unsere Samen nun in etlichen Shops verkauft, und der Vertrieb deckt das ganze Land ab.

Südamerika ist ein weiter Kontinent, er beherbergt zwölf unabhängige Länder und lässt sich in drei Großräume einteilen, mit einer Gesamtbevölkerung von ungefähr 390 Millionen Menschen. Der Kontinent hat viele Klimazonen, die von tropischem Regenwald und trockenen Wüsten bis zu Bergregionen mit Minusgraden reicht, und während es gewisse jahreszeitliche Unterschiede gibt, finden die Winter- und Sommermonate generell zeitlich umgekehrt zu denen der nördlichen Hemisphäre statt.

Der Kontinent ist auch die natürliche Heimat von Cannabis-Landrassen wie z. B. brasilianischen Sativas, Manga Rosa und Amazonia & Colombian Gold. Diese Landrassen sind umfassend erkundet worden und haben Genetik geliefert, die in viele heutzutage populäre Cannabissorten eingeflossen ist, wie z. B. in White Widow.

Uruguay verfügt zwar nicht über indigene Landrassen, machte im Jahre 2014 Südamerika aber mit der Entscheidung, den Verkauf und Konsum von Marihuana für seine Bürger zu legalisieren, zu einem Hot Spot auf der Weltkarte. Maßgeblicher Kopf bei der Legalisierung von Cannabis war Präsident José Mujica. Der Grund für seine neue Cannabispolitik resultierte aus seiner Ansicht, dass der „Krieg gegen Drogen“ niemals funktioniert hat und es an der Zeit war, eine neue Politik auszuprobieren, um die Drogenkartelle schachmatt zu setzen, die so viel Leid und Elend über den Kontinent gebracht haben.

Seine Amtszeit ist nun vorüber, und im März wird ihm ein neuer Präsident folgen. Die Reform der Cannabispolitik in Uruguay hat sich bisher zwar langsamer vollzogen als vermutet, es wird aber erwartet, dass auch der neue Präsident Tabare Vasquez weiter darauf drängen wird, dass die geplanten Gesetzesänderungen in Kraft treten.

Es sind also aufregende Zeiten für Südamerika. Für Paradise Seeds ist 2015 ein Jahr, in dem wir unsere Connections auf diesem mächtigen Kontinenten weiter vertiefen und hören wollen, was die Leute in der Szene dort so zu sagen haben, und natürlich möchten wir unsere weltberühmten Sorten in noch mehr In- und Outdoor-Gärten etablieren! Wir werden Euch später in diesem Jahr noch mehr Neuigkeiten von unseren Abenteuern in Südamerika berichten...