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Cannabis vs Opioide zur Schmerztherapie | đŸ„‡ Paradise Seeds

Cannabis vs Opioide zur Schmerztherapie

  • Cannabis vs Opioide: Ein Überblick
  • Ist Medizinal-Cannabis zwecks Schmerzlinderung eine Alternative zu Opioiden?
  • Cannabisforschung im Bereich Schmerzbehandlung
  • Was verursachte die Opioid-Krise?
  • Quellen

Im Lichte der Opioid-Krise, die auch von der Disney+-Serie Dopesick thematisiert worden ist, ist die Debatte um Cannabis vs Opiate zur Schmerztherapie aktueller als je zuvor. Die Opioid-Krise hat besonders in den USA hunderttausende von Leben zerstört, sowohl direkt als auch indirekt (d. h. Familienmitglieder und Verbrechensopfer). Kann Marihuana fĂŒr Patienten eine geeignete Alternative zur Therapie mit Opiaten sein?

Cannabis vs Opioide: Ein Überblick

Die Forschung hat gezeigt, dass Cannabis eine SchlĂŒsselkomponente sein könnte, um uns aus der Opioid-Krise zu befreien (es gibt viele Suchanfragen zu der Frage, welche die beste Cannabissorte gegen Schmerzen ist, sowie rege Diskussionen, wie man Cannabis zur Schmerzlinderung verwendet), und in viele Bereichen funktioniert dies bereits. Es ist eine erschwingliche Medizin, die dabei hilft, den Bedarf an hohen Opiatdosen zu verringern, die die OpiatabhĂ€ngigkeit verringert, eine alternative Schmerzlinderung ĂŒber die Endocannabinoid-Rezeptoren ermöglicht und nicht das gleiche Suchtpotenzial hat wie Opiate.

2018 starben 68.500 Amerikaner an einer Opiat-Überdosis – dazu gehörten auch Schmerzkiller auf Rezept. In Europa ist die Zahl war zehnmal geringer, doch die USA befindet sich mitten in einer Opiat-Krise, weil dort seit den 1990er Jahren großzĂŒgig Opiate verschrieben worden sind, um damit auch lediglich moderate Schmerzen, postoperative Schmerzen und schlimmere Schmerzen zu behandeln. Bevor diese Praxis in Mode kam, waren Ärzte vorsichtiger mit der Verschreibung von Opiaten fĂŒr Patienten, sie wurden nur als letzte medizinische Lösung etwa bei chronischen Schmerzen verwendet, besonders bei Krebs.

Zwischen 1999 und 2016 starben 453.300 Amerikaner an einer Opiat-Überdosis [3], und bis 2019 hatte es 14,5 Millionen Oxycodon-Verschreibungen gegeben, bei durchschnittlichen Kosten von 163 US$ pro Verschreibung [4]. Trotz der Gefahren und der Überwachung durch Regierungsbehörden wurde es einem tödlichen Goldesel möglich gemacht, auf dem Leben von Millionen von Menschen herumzutrampeln. Zudem gibt es noch nicht mal belastbare Beweise, dass Opioide eine gute Option fĂŒr das Management von chronischen Schmerzen sind – bei manchen Patienten können sie die Genesungsdauer sogar verlĂ€ngern und im Falle von Opioid-Hyperalgesie die Schmerzen sogar verschlimmern [5].  

Ist Medizinal-Cannabis zwecks Schmerzlinderung eine Alternative zu Opioiden?

Was also sind die Alternativen zu Opioiden? Es gibt zwei Bereiche, die man hier betrachten muss – Nicht-opiatbasiertes Schmerzmanagement und Mittel, die Menschen dabei helfen, sich von Opiatmedizin zu entwöhnen bzw. von einer Opiatsucht geheilt zu werden. 

Opioide reduzieren Schmerzen, indem sie mit dem opioidergen System interagieren, das Ă€hnlich ĂŒber den Körper verteilt ist wie das Endocannabinoid-System. Die Interaktion zwischen beiden Systemen ist Gegenstand reger Forschung. Und obwohl diese noch in den Kinderschuhen steckt, gibt es Anzeichen dafĂŒr, dass die CB1-Rezeptoren die Opiataufnahme im Gehirn beeintrĂ€chtigen, wobei Cannabinoide nicht nur die Belohnungseffekt von Opiaten verringern (ein kritischer Faktor bei AbhĂ€ngigkeit), sondern auch die Menge an Opiaten reduzieren, die fĂŒr das Schmerzmanagement benötigt werden. Diese Laborerkenntnisse werden vom Verhalten von Cannabispatienten bestĂ€tigt. In den USA geben 90% der registrierten Medizinalhanf-Patienten chronische Schmerzen als eines ihrer Symptome an, und in einer Studie konnten Patienten mit Zugang zu Cannabis ihren Opiatverbrauch um 40-60% verringern [6]. 

Cannabisforschung im Bereich Schmerzbehandlung

Wie hilft Cannabis bei Schmerzen? Bei einer Studie von 2017 mit 271 Cannabiskonsumenten, die einen Fragebogen mit 107 Fragen ausfĂŒllten, gaben 53% (144 Befragte) als Verwendungsgrund schmerzvolle Beschwerden an, von denen wiederum 36% (98 Befragte) chronische Schmerzen und 12% (32 Befragte) Arthritis angaben. Eine grĂ¶ĂŸere Anzahl, 73% (197 Befragte), berichteten, dass sie an schmerzhaften Symptomen litten. Bei allen berichteten Symptomen wurde Cannabis von 95% (257 Befragten) als „sehr effektiv bei der Symptomlinderung“ empfunden [7]. 

Die europĂ€ische Schmerzgesellschaft befragte KlinikĂ€rzte und wertete Fachliteratur aus, um die Wirksamkeit von Cannabis bei chronischen Schmerzen, chronischen neuropathischen Schmerzen, krebsbedingten Schmerzen und nicht-neuropathischen nicht-krebsbedingten Schmerzen zu belegen. ZusĂ€tzlich untersuchten sie andere Schmerzformen, die von Morbus Crohn, Fibromyalgie, Schmerzen im unteren RĂŒckenbereich, Kopfschmerzen und rheumatoider Arthritis herrĂŒhrten. Diese Studie kam zu dem Schluss, dass Medizinal-Cannabis bei vielfĂ€ltigen schmerzhaften Beschwerden Teil eines multidisziplinĂ€ren Behandlungsplans sein könnte, sei es ergĂ€nzend bei PrimĂ€r- und SekundĂ€rtherapien oder als singulĂ€rer therapeutischer Behandlungsversuch [8]

Was verursachte die Opioid-Krise?

Zwei Faktoren waren entscheidend dafĂŒr, dass der Opiatkonsum bei Patienten in den USA gang und gĂ€be wurde. Erstens propagierten namhafte Schmerzspezialisten die Vorstellung, dass eine solche Medikation nur ein geringes AbhĂ€ngigkeitspotenzial birgt, was kaum auf belastbaren Erkenntnissen beruhte. Ihre Behauptung basierte lediglich auf zwei Artikeln aus den 1980er Jahren – erstens einem aus nur einem Absatz bestehenden Leserbrief im New England Journal of Medicine, der eine AbhĂ€ngigkeitsrate von nur 0,03% bei akuten Schmerzpatienten mit Opioid-Versorgung konstatierte und zweitens einer Betrachtung von lediglich 38 Patienten, von denen nach der Anwendung von Opiat-Medizin nur zwei Missbrauchsprobleme bekamen [1] [5]. 

Eine solch fundamentale Wende in der Verschreibungspraxis erfordert eigentlich eine viel belastbarere wissenschaftliche Beweislage, doch es gab noch einen zweiten Faktor, der den Opiatgebrauch in die Höhe schnellen ließ. Was passierte, ist nichts anderes als ein öffentlicher Skandal, der vor Kurzem von der Disney+-Serie Dopesick mit Michael Keaton auf den Bildschirm gebracht wurde. Opioid-Hersteller wie die Firmen Sackler brothers und Purdue Pharma (welch die Droge Oxycodon unter der Bezeichnung OxyContin vermarkteten), nahmen die 100 Millionen Amerikaner mit chronischen Schmerzen [2] gezielt ins Visier, indem sie ihr Verkaufspersonal anwiesen, Ärzte dazu anzuspornen, mehr Opiate zu verschreiben. 

Diese Verkaufsoffensive wurden von den Verschreibungsrichtlinien zu Oxycontin unterstĂŒtzt, welche die Opiat-Richtlinien der FDA umkurvten, indem behauptet wurde, dass das PrĂ€parat aufgrund seiner langsamen Wirkstofffreisetzung nur ein geringes Suchtrisiko berge – und das, obwohl es bereits Hinweise darauf gab, dass es euphorisierend wirkte und nach dem Absetzen Entzugserscheinungen auftraten. Doch Oxycodon schuf nicht nur eine neue Generation von Opiat-AbhĂ€ngigen auf Rezept, da man es auch zerkleinern oder auflösen und dann injizieren kann, landete es zusammen mit anderen verschreibungspflichtigen Opiaten auch im Straßenverkauf. Der Grund fĂŒr die PopularitĂ€t solcher verschreibungspflichtigen Opiate wie z. B. auch Fentanyl liegt darin, dass sie bis zu 100 mal stĂ€rker sein können als Morphium oder Heroin. 

Quellen

1] Porter J, Jick H. Addiction rare in patients treated with narcotics. N Engl J Med 1980; 302: 123. doi: 10.1056/NEJM198001103020221. 

Portenoy RK, Foley KM. Chronic use of opioid analgesics in non- malignant pain: report of 38 cases. Pain 1986; 25: 171-186. doi: 10.1016/0304-3959(86)90091-6. 

[2] https://www.economist.com/graphic-detail/2017/03/06/americas-opioid-epidemic-is-worsening

[3] https://www.theatlantic.com/health/archive/2020/02/more-people-have-died-opioids-us-thought/607165/

[4] https://clincalc.com/DrugStats/Drugs/Oxycodone

[5] Ayoo K, Mikhaeil J, Huang A, Wąsowicz M. The opioid crisis in North America: facts and future lessons for Europe. Anaesthesiol Intensive Ther. 2020;52(2):139-147. doi: 10.5114/ait.2020.94756. PMID: 32419434.

[6] Wiese, B. and Wilson-Poe, A.R., 2018. Emerging evidence for cannabis‘ role in opioid use disorder. Cannabis and cannabinoid research, 3(1), pp.179-189  DOI: 10.1089/can.2018.0022 

[7] Lucas P, Walsh Z. Medical cannabis access, use, and substitution for prescription opioids and other substances: A survey of authorized medical cannabis patients. Int J Drug Policy. 2017 Apr;42:30-35. doi: 10.1016/j.drugpo.2017.01.011. Epub 2017 Feb 9. PMID: 28189912.

[8] HÀuser W, Finn DP, Kalso E, Krcevski-Skvarc N, Kress HG, Morlion B, Perrot S, SchÀfer M, Wells C, Brill S. European Pain Federation (EFIC) position paper on appropriate use of cannabis-based medicines and medical cannabis for chronic pain management. Eur J Pain. 2018 Oct;22(9):1547-1564. doi: 10.1002/ejp.1297. Epub 2018 Sep 4. PMID: 30074291.

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